Die VoKü hat sich 2009 während des deutschlandweiten Bildungsstreiks in München gegründet, um die protestierenden Studenten zu versorgen. Seither haben wir auf unsere Art politische Aktionen und Veranstaltungen unterstützt: durch Kochen. Wenn ein Projekt unterstützenswert war haben wir ein Zelt aufgeschlagen und losgekocht – schnell, unkompliziert, vegan.

Über die Jahre hinweg haben wir so circa 14.000 Menschen mit einem warmen Essen versorgt, sei es auf dem jährlichen Bildungscamp vor der LMU, Bundesfachschaftstagungen, Veranstaltungen gemeinnütziger Vereine oder Demonstrationen. Mit Beginn der Flüchtlingswelle in München haben wir unser ganzes Gewicht hinter die Unterstützung geflüchteter Menschen geworfen. Und für uns hat unsere Aktivität damit ganz neue Dimensionen angenommen.

Als Notküche am Hauptbahnhof und später fest installiert in der Registrierungsstelle in der Richelstraße haben wir alleine im September fast 50.000 warme Mahlzeiten ausgegeben. Hauptsächlich natürlich an geflüchtete Menschen, aber auch an Helfer, die Bundeswehr, die Polizei, das THW, DLRG, BRK, Johanniter und das MHW. Auch nach dem Umbau der Richelstraße in eine Notunterkunft sind wir dort aktiv geblieben und versorgten die Gäste vor Ort rund um die Uhr.

Darüber hinaus haben wir zahlreiche Kooperationen aufgebaut und viele andere Helfergruppen mit unserem Wissen, unserem Material und natürlich mit Essen unterstützt. So haben wir etwa in Notunterkünften Hilfe beim Aufbau von Logistikstrukturen geleistet und spontan mit Essenslieferungen ausgeholfen, Konvois zu den Grenzen ausgestattet und längerfristige Küchenprojekte anderer Helfergruppen mit Know-How und Material ausgestattet.

Unser Ziel soll es sein, Engagement, Manpower, Hilfe über die Grenzen hinaus zu tragen um in Europas Brennpunkten zu helfen wo Hilfe von Nöten ist. So hat uns unser erster Außeneinsatz in den Jungle von Dunkerque in Nordfrankreich geführt, wo wir Kontakte zu Ärzte ohne Grenzen geknüpft und in dem von ihnen neu errichteten Flüchtlingscamp „La Linière“ die zentrale Campküche aufgebaut und bis Juli 2016 betrieben haben.

Hunger is(S)t Grenzen:los!