Aktivitäten der VolxKüche München

Universitätsbesetzung 2009:

– 7 Wochen
– Ca. 7.500 warme Mahlzeiten
– Rund um die Uhr Versorgung mit kalten und warmen Getränken


Bildungscamps 2010, 2011, 2012, 2014, 2015:

– Jeweils 5 bis 7 Tage
– Insgesamt ca. 5.250 warme Mahlzeiten
– Rund um die Uhr Versorgung mit kalten und warmen Getränken


Diverse Demonstrationen für das Bündnis „Studieren ohne Studiengebühren“, die Studierendenvertretung München und den Bildungsstreik:

– Insgesamt ca. 500 warme Mahlzeiten
– Versorgung mit heißen Getränken im Winter


Dazu kleinere Projekte:

– Versorgung von mehrtägigen Bundesfachschaftstagungen
– Unterstützung gemeinnütziger Vereine für Treffen und Tagungen




Flüchtlingshilfe 2015

Nothilfe am Hauptbahnhof, Versorgung des Registrierungsstandortes Richelstraße:

Ab dem 1. September hat die VolxKüche am Münchner Hauptbahnhof die ankommenden geflüchteten Menschen, aber auch die unzähligen Helfer mit Essen versorgt. Zuerst kochten wir zu Hause, dann bekamen wir einen Standort auf dem Gelände der Caritas zu Verfügung gestellt. Mit Eröffnung des Registrierungszentrums in der Richelstraße wurden wir als Küche dorthin eingeladen und haben einen fast rund um die Uhr agierenden Betrieb aufgebaut. In dieser – großen - Flüchtlingswelle vor dem Oktoberfest 2015 wurden wir von unzähligen freiwilligen Helfern, privaten und betrieblichen Spendern und Verbänden unterstützt. Nur so konnten wir sicherstellen, dass die Küche ständig in Betrieb und alle Hungrigen ständig versorgt wurden.

– 17 Tage
– Ca. 50.000 warme Mahlzeiten für geflüchtete Menschen, Helfer, Polizei, Bundeswehr, THW, MHW
– Ca. 12.500 kalte Mahlzeiten
– Rund um die Uhr Versorgung mit kalten und warmen Getränken
– Eigenständige Akquise aller Materialien und Zutaten, Helfer etc.
– Ca. 25 Tonnen Nahrungsmittel, die verwendet wurden


Versorgung der Notunterkunft Richelstraße:

Nach Umbau des Standortes Richelstraße in eine Notunterkunft haben wir die dort untergebrachten geflüchteten Menschen mit zwei warmen und einer kalten Mahlzeit pro Tag versorgt, sowie rund um die Uhr mit Getränken, Obst, Süßigkeiten etc.

– 41 Tage
– Ca. 25.000 warme Mahlzeiten
– Ca. 12.500 kalte Mahlzeiten
– Rund um die Uhr Versorgung mit kalten und warmen Getränken
– Ca. 16 Tonnen Nahrungsmittel, die verwendet wurden


Unterstützung der ZOB-Angels Helfergruppe am Busbahnhof:

Die Zusammenarbeit mit den ZOB-Angels war unsere langfristigste Kooperation mit einer anderen Helfergruppe. Die Freiwilligen am Zentralen Omnibusbahnhof erhielten von uns alle nötigen Dinge um jede Nacht geflüchtete Menschen auf der Durchreise am Busbahnhof zu versorgen.

– Von Ende September bis Ende März tägliche Versorgung mit warmem Essen, Obst, Getränken, Wasser und Equipment
– Ca. 40.000 warme Mahlzeiten
– Ca. 17 Tonnen Nahrungsmittel, die verwendet wurde





Unterstützung anderer Helfergruppen:

Neben unserer eigenen Arbeit haben wir uns um die aktive Vernetzung mit anderen Helfergruppen bemüht um unsere Erfahrungen zu teilen und Unterstützung zu leisten wo es uns möglich war.

– Ausstattung mehrerer Konvois zu den Grenzen mit Nahrungsmitteln
– Unterstützung der German Alliance for Civilian Assistance mit Material und Know-How z.B. Ausbildung eines Kochs, Hilfe beim Umbau eines Küchenanhängers)
– Logistische Unterstützung der Helfergruppen an anderen Münchner Standorten (z.B. Bayerbrunnerstraße, Messe, Dornach) sowie Unterstützung mit Nahrungsmitteln (ca. 2.500 warme Mahlzeiten gesamt)
– Ausstattung und Unterstützung einer Küche für das Flüchtlingscamp in Idomeni, Griechenland


Einsatz im „Jungle“ Flüchtlingscamp in Dunkerque, Frankreich:

Nachdem sich die Lage in München entspannte nutzen wir unsere Kontakte zu Helferküchen europaweit, um heraus zu finden, welche andere Küchen und Flüchtlingsprojekte Unterstützung gebrauchen können.Dazu bauen wir Transporter zu mobilen Küchen aus, die alles Nötige für einen Küchenbetrieb mitführen und damit überall autark arbeiten können. Damit wollen wir punktgenaue Hilfe leisten, wo sie dringend gebraucht wird. Unser erster solcher Außeneinsatz fand in Grande- Synthe/Dunkerque in Nordfrankreich statt, im inoffiziellen und humanitär katastrophal versorgten „Jungle“ Flüchtlingscamp, in dem durch morastigen Untergrund, fehlende offizielle Hilfsstrukturen und fast keine Infrastruktur dringend externe Hilfe nötig war. Obwohl wir zunächst vor allem als Küche unterstützen wollten, zeigte sich bald, dass die benötigte Hilfe viel umfassender war.

 – Von 15. Februar bis Schließung des Camps am 7. März 2016 vor Ort
 – primär gezielte Versorgung von Familien und anderen besonders verletzlichen Gruppen im Camp
 – Neben Versorgung mit Essen Fokus auf Verbesserung der Infrastruktur und der allgemeinen Situation im Lager:

   – Errichtung fester Wege durch den Morast
   – Aufbau von Community Spaces (Feuerstellen, Sitzgelegenheiten)
   – Verbesserung der sanitären Bedingungen durch Spülstraßen etc.
   – Förderung der Gemeinschaft im Lager durch gemeinsame Arbeiten und Einbindung von Geflüchteten in Projekte

 – Längerfristige Präsenz vor Ort mit wechselnden, durch uns geschulte Teams
 – Wöchentlicher Shuttleservice, um Helfer zum Standort zu bringen undabzulösen
 – Unterstützung anderer Helfergruppen vor Ort, etwa der Hauptküche im Lager des Schweizer Projektes Rastplatz


Einsatz im „La Linière“ Flüchtlingscamp in Dunkerque, Frankreich:

Um die katastrophalen Zustände in Dunkerque zu verbessern, errichteten die Ärzte ohne Grenzen unterstützt vom Bürgermeister von Dunkerque unweit des Jungles ein Flüchtlingscamp. In diesem auf trockenem Untergrund errichteten und übersichtlicher strukturiertem Camp können die Geflüchteten in festen Hütten wohnen und haben Zugang zu sanitären Einrichtungen. Da in den Holzhütten das Kochen mit Gaskochern jedoch verboten ist und die Gemeinschaftsküchen erst Monate nach dem Bezug des Camps in Betrieb genommen werden konnten, waren wesentlich mehr Geflüchtete auf Versorgung durch die zentrale Küche angewiesen, die wir dort aufgebaut haben. Nebenher betrieben wir zahlreiche Gemeinschaftsprojekte für und mit den Geflüchteten.

– Von März bis Ende Juli 2016
– Versorgung der Geflüchteten mit Frühstück und Abendessen
   – Jeweils ca. 1000 Mahlzeiten
– Aufbau und Versorgung/Support von Community Spaces
   – Bäckerei mit zwei Öfen, in denen Geflüchtete täglich ca. 600 Brote selbst backen und verteilen
   – Teezelt als Versammlungsort, täglich ca. 18 Stunden in Betrieb